Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust
Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: So sichern Sie alte Adressen mit 301-Weiterleitungen, prüfen Inhalte und kontrollieren nach dem Start die Daten.
Ein Relaunch kostet vor allem dann Rankings, wenn sich Adressen ändern, ohne dass alte Seiten sauber weitergeleitet werden, oder wenn gut laufende Inhalte verschwinden. Mit einer Bestandsaufnahme, vollständigen 301-Weiterleitungen und einer Kontrolle nach dem Start lässt sich dieses Risiko deutlich senken. Eine Garantie für gleichbleibende Rankings gibt es allerdings nicht.
Vor dem Relaunch: Bestand sichern
Halten Sie zuerst fest, was heute funktioniert:
- Alle Adressen: Crawl der Website, dazu die Sitemap
- Beste Seiten: Klicks und Suchbegriffe aus der Search Console exportieren
- Verweise: Seiten, auf die andere Websites verlinken
- Technik: Seitentitel, Beschreibungen, Canonicals und strukturierte Daten
- Vergleichswerte: Besucher und Anfragen vor dem Start
Bewahren Sie diese Daten auf. Nach dem Start sind sie Ihr einziger Vergleich.
Inhalte bewusst entscheiden
Gehen Sie die alten Seiten durch und entscheiden Sie pro Seite:
| Lage | Entscheidung |
|---|---|
| Bringt Besucher, Thema passt | behalten und verbessern |
| Wenig Besucher, ähnliche Seite vorhanden | zusammenführen und weiterleiten |
| Veraltet, kein Ersatz | bewusst entfernen |
Wer gute Texte nur wegen des neuen Designs kürzt, verliert oft genau das, wofür Google die Seite bisher angezeigt hat.
Weiterleitungen richtig planen
Erstellen Sie eine Tabelle mit alter und neuer Adresse. Google empfiehlt in seiner Anleitung zu Umzügen dauerhafte Weiterleitungen und rät, sie möglichst lange aktiv zu halten, in der Regel mindestens ein Jahr.
Achten Sie dabei auf diese Punkte:
- Jede alte Seite führt zur inhaltlich passenden neuen Seite.
- Nicht alles pauschal auf die Startseite umleiten.
- Ketten vermeiden: Alte Adresse direkt zum Ziel führen.
- Interne Links, Sitemap und Canonicals auf die neuen Adressen umstellen.
Testumgebung vor dem Start prüfen
Die Testumgebung sollte für Suchmaschinen gesperrt sein, am besten mit einem Passwort. Prüfen Sie dort:
- Seitentitel, Beschreibungen und Überschriften
- Mobilansicht, Formulare und Ladezeit
- Bilder mit Alternativtexten
- Statistik und Einwilligungs-Banner
Der Tag des Starts
Wählen Sie einen ruhigen Termin, an dem jemand für Korrekturen da ist, und legen Sie vorher ein vollständiges Backup an. Direkt nach dem Start:
- Testsperren und noindex entfernen.
- Robots.txt und Sitemap prüfen und die Sitemap einreichen.
- Stichprobe der Weiterleitungen testen, besonders die wichtigsten Seiten.
- Formulare mit einer echten Anfrage ausprobieren.
Die ersten Wochen danach
Beobachten Sie in der Search Console Fehlerseiten, die Indexierung und die wichtigsten Suchbegriffe. Schwankungen sind nach einem Umbau normal. Google crawlt eine umgezogene Website zunächst oft stärker, deshalb sollte auch der Server genug Reserven haben. Bleibt ein Rückgang länger bestehen, vergleichen Sie die betroffenen Seiten mit Ihrer alten Liste.
Häufige Fragen
Verliere ich durch Weiterleitungen Linkkraft?
Laut Google führen dauerhafte Weiterleitungen nicht zu einem Verlust an PageRank. Wichtiger ist, dass das Ziel inhaltlich wirklich passt.
Muss ich bei einem neuen Design überhaupt weiterleiten?
Nur wenn sich Adressen ändern. Bleiben sie gleich, prüfen Sie trotzdem Inhalte, Überschriften und interne Links.
Wie lange dauert es, bis sich alles einpendelt?
Das hängt von der Größe der Website und vom Umfang der Änderungen ab. Planen Sie mindestens einige Wochen Beobachtung ein.
Sie planen einen Relaunch? Mehr zum Vorgehen unter Webseiten und Webdesign. Auch die Ladezeit lässt sich dabei gleich verbessern.