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WordPress, Webflow oder Shopify: Was passt zu Ihnen?

WordPress, Webflow und Shopify im Vergleich: Stärken, Grenzen, laufender Aufwand und für welche Unternehmen sich welches System wirklich lohnt.

Reuter Digital Solutions

Die Wahl des Systems entscheidet darüber, wie viel Sie später selbst ändern können, welche laufenden Kosten entstehen und wie leicht sich Ihre Website erweitern lässt. Es gibt dabei kein bestes System, sondern nur eines, das zu Ihrem Vorhaben passt.

Die Kurzfassung: Wer vor allem online verkauft, ist mit Shopify gut beraten. Wer eine gestalterisch anspruchsvolle Unternehmenswebsite mit wenig Wartung möchte, schaut sich Webflow an. Wer maximale Freiheit und viele Erweiterungen braucht, landet meist bei WordPress.

Die drei Systeme im Überblick

WordPress Webflow Shopify
Stärke Flexibilität, riesige Auswahl an Erweiterungen Designfreiheit, sauberer Code Verkaufen, Bezahlen, Versand
Ideal für Inhaltsstarke Websites, Sonderfunktionen Unternehmenswebsites, Marketing-Seiten Online-Shops jeder Größe
Hosting Selbst wählen Bei Webflow enthalten Bei Shopify enthalten
Updates und Wartung Liegen bei Ihnen oder Ihrem Dienstleister Übernimmt die Plattform Übernimmt die Plattform
Laufende Kosten Hosting, Wartung, oft kostenpflichtige Plugins Monatlicher Tarif Monatlicher Tarif, Apps, je nach Zahlungsart Gebühren
Anbieterwechsel Einfach, Sie besitzen alle Daten und Dateien Aufwendiger, die Website hängt an der Plattform Aufwendiger, Shop-Funktionen hängen an der Plattform

WordPress: frei, aber pflegebedürftig

WordPress ist Open Source. Sie wählen Ihr Hosting selbst, können jederzeit umziehen und finden für fast jede Anforderung eine Erweiterung oder einen Entwickler.

Diese Freiheit hat einen Preis: WordPress, Theme und Plugins brauchen regelmäßige Updates. Bleiben sie aus, entstehen Sicherheitslücken. Planen Sie die Wartung deshalb von Anfang an fest ein, ob intern oder über einen Wartungsvertrag.

Gut geeignet, wenn Sie viele Inhalte veröffentlichen, besondere Funktionen wie Buchungen oder Mitgliederbereiche brauchen oder volle Kontrolle über Daten und Server behalten möchten.

Mehr dazu: WordPress-Website erstellen lassen

Webflow: viel Gestaltung, wenig Technik

Webflow verbindet einen visuellen Editor mit sauber erzeugtem Code. Hosting, Sicherheitsupdates und Backups übernimmt die Plattform. Texte und Bilder lassen sich nach einer kurzen Einweisung direkt im Editor ändern.

Grenzen zeigt Webflow bei komplexen Funktionen und sehr großen Datenmengen. Außerdem sind Sie an die Plattform und ihre Preise gebunden. Prüfen Sie vor dem Start auch das Thema Datenschutz, denn das Hosting läuft über einen externen Anbieter.

Gut geeignet, wenn Ihre Website vor allem überzeugen soll, Ihr Team Inhalte selbst pflegen möchte und niemand sich um Server und Updates kümmern will.

Mehr dazu: Webflow-Website erstellen lassen

Shopify: gebaut zum Verkaufen

Shopify ist auf den Online-Handel ausgelegt. Produkte, Warenkorb, Zahlungsarten, Versand und Bestellverwaltung sind von Anfang an dabei und aufeinander abgestimmt.

Rechnen Sie aber den gesamten laufenden Aufwand durch: Zum monatlichen Tarif kommen oft kostenpflichtige Apps und je nach Zahlungsanbieter Transaktionsgebühren. Für eine reine Unternehmenswebsite ohne Verkauf ist Shopify meist die falsche Wahl.

Gut geeignet, wenn der Online-Verkauf im Mittelpunkt steht und Sie sich auf Sortiment und Marketing konzentrieren möchten, statt auf Technik.

Mehr dazu: Shopify-Shop erstellen lassen

Fünf Fragen für Ihre Entscheidung

  1. Was soll die Website leisten? Anfragen gewinnen, informieren oder direkt verkaufen?
  2. Wer pflegt die Inhalte? Wie oft ändert sich etwas, und wie technikaffin ist die Person?
  3. Wer kümmert sich um Updates und Sicherheit? Ist dafür Zeit oder Budget vorhanden?
  4. Welche Funktionen kommen in zwei bis drei Jahren dazu? Planen Sie Mehrsprachigkeit, Buchungen oder Schnittstellen zu Ihrer Software?
  5. Was kostet das System über drei Jahre? Vergleichen Sie nicht nur den Start, sondern auch Tarife, Plugins, Apps und Wartung.

Und wenn keines der drei passt?

Manchmal ist eine individuell entwickelte Lösung die bessere Wahl, zum Beispiel bei besonderen Abläufen oder der Anbindung an bestehende Systeme. Das lohnt sich aber nur, wenn der Nutzen den höheren Startaufwand rechtfertigt. Für viele kleine Unternehmen reicht ein etabliertes System völlig aus.

Einen Überblick über mögliche Vorgehensweisen finden Sie unter Webseiten und Webdesign.